Methoden-Workshops am 30.9.

Anlässlich der Tagung werden im Vorfeld Methoden-Workshops für Nachwuchswissenschaftler/innen angeboten.

Doktorand/innen und Studierende zahlen einen Beitrag von 30 Euro und können sich mit eingeladenen Referenten in einzelne Methoden vertiefen.

Ort: Wilhelm-Röpke-Str. 6 (wird bei Anmeldung bekanntgegeben)

Zeit: 10-16 Uhr

Themen:

  • Einführung in Multimodalität und Gestenforschung                                              mit Dr. Jana Bressem

Der Workshop richtet sich an fortgeschrittene Studierende und
Promovierende, die einen Einstieg in die multimodale Analyse aus
Perspektive der Gestenforschung erhalten wollen. Der Workshop besteht
aus einem theoretischen Teil und einer praktischen Demonstration
einer Gestenanalyse. Ein eigener Laptop sollte mitgebracht werden.
Der Workshop führt zunächst in die Multimodalitätsforschung aus der
Sicht der Gestenforschung ein und stellt Grundannahmen einer
linguistischen Perspektive auf das Zusammenspiel von Rede und Geste
vor. Dabei konzentriert sich der Workshop zum einen auf das
sprachliche Potential von Gesten (‚Grammatik‘ der Gesten, vgl.
Müller, Bressem, Ladewig 2013) und zum anderen auf das Zusammenwirken
von Rede und Geste im Äußerungsprozess (multimodale Grammatik, vgl.
Fricke 2012). Neben deiktischen, semantischen und pragmatischen
Aspekten der Bedeutungsherstellung konzentriert sich der Workshop
auch auf die kognitive und konzeptuelle Relevanz von Gesten. Der
zweite Teil des Workshops führt praktisch in die Analyse von Gesten
ein und vermittelt in Grundzügen das Handwerkszeug für eine
linguistische Beschreibung sprachlicher Multimodalität.
Nach dem Workshop
– kennen Sie eine Perspektive der Multimodalitätsforschung
– können Sie deiktische, semantische und pragmatische Aspekte der
gestischen Bedeutungsherstellung unterscheiden
– wissen Sie, wie in der Gestenanalyse praktisch vorgegangen wird
– können Sie einschätzen, ob und wie sie Multimodalität in ihrem
Forschungsvorhaben als Untersuchungsgegenstand aufgreifen könnten

  • Praxisorientierter Einstieg in die computergestützte Auswertung
    qualitativer Daten mit Hilfe von MAXQDA
                                                                     mit Julia Busch

Dieser Einführungsworkshop richtet sich an Anfänger, die mit dem
Programm noch nicht oder nur sehr wenig gearbeitet haben. Der
Schwerpunkt des Workshops liegt in der konkreten Anwendung der
vorgestellten Funktionen an Beispieldaten. Fragen und Anmerkungen
bezüglich des Einsatzes des Programms sind dabei ausdrücklich erwünscht.

Inhalte:
o        Grundlegende Programmbedienung
o        Import von Texten
o        Erstellen von Codes
o        Codieren von Textstellen
o        Wiederauffinden codierter Textstellen
o        Ausgabe codierter Textstellen
o        Referenzierung codierter Textstellen (für Zitation etc.)
o        Memos erstellen und verwalten
o        Texte durchsuchen
o        automatisches Codieren
o        Variablen erstellen und pflegen
o        Logische Aktivierung

Bitte bringen Sie einen eigenen Laptop mit und Laden sie sich vorab die
kostenlose 30 Tage Demolizenz darauf herunter.

  • Möglichkeiten der auditiven und akustischen Beschreibung und Analyse von Stimme                                                                                                                           mit Dr. phil. Sven Grawunder

Der Workshop möchte einen Einblick in objektive und semi-objektive Methoden der Beschreibung und Analyse von Stimme geben. Der Blickwinkel ist dabei nicht unbedingt der einer klinisch-orientierten Diagnose, die auf die Detektion und Dokumentation von stimmlichen Pathologien abzielt. Vielmehr soll es um die stimmlichen Eigenschaften von Sprecherinnen in einem sozio-pragmatischen, emotionalen-affektiven oder habituellen Untersuchungskontext gehen. Was macht eine „freundliche“, „arrogante“, „ängstliche“ oder „exaltierte“ Stimme aus? Dazu gesellen sich Fragen nach den spezifischen individuellen stimmlichen Eigenschaften. Woran erkenne ich genau diese eine Stimme? Was macht also den auditiven Eindruck einer Stimme im Kontext eines zu beschreibenden Sprechausdrucks aus? Wie lassen sich situationsspezifische und individualspezifische Merkmale voneinander trennen?

Neben den Möglichkeiten der instrumentellen Darstellung und Analyse mit zur Verfügung stehender OpenSource-Software (Praat, Voicesauce, R) werden eine Reihe von auditiv bestimmbaren Parametern vorgestellt und diskutiert. Ziel des Workshops soll sein, zum einen die Voraussetzungen und Bedingungen für objektive Messungen und Analysen von stimmlichen Eigenschaften zu klären und anhand einiger Parameter, deren Anwendbarkeit zu prüfen. Zum anderen sollen Möglichkeiten der auditiven Beschreibung und Analyse, sowie die Möglichkeiten der Verbindung beider Ansätze erkundet werden.

Ideale Voraussetzungen für die Teilnahme wären Grundlagenkenntnisse der Vokaltraktphysiologie und -akustik, sowie Grundlagen der auditiven Phonetik (Transkription) sowie Grundkenntnisse im Umgang mit Praat und R. Alle Teilnehmer/innen werden gebeten, so möglich,  ihren eigenen Laptop mitzubringen

 

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